Ausbildung in Yoga-basierter
Trauma-Psychotherapie yopt

Die Ausbildung in Yoga-Psychotherapie YoPT ist als Zweijahres-Training konzipiert. (In Ausnahmefällen kann es auch in einem oder in drei Jahren absolviert werden). Die Selbsterfahrung kann mehrmals besucht werden. Anschliessend finden jährlich  Vertiefungstage  statt, um das Wissen up to date zu halten und Neuentwicklungen mitzubekommen.

Die Ausbildung beginnt mit einem Einführungstag, der die theoretischen Grundlagen der Yoga-Psychotherapie legt und dazu dient, einen ersten Eindruck zu gewinnen (für Interessent*innen aus dem Ausland ist ein Zoom-Gespräch möglich).

TEIL EINS (Winter) umfasst zwei Module Modul A (Körperarbeit) und Modul B (Energiearbeit). Ressourcenaufbau, Selbstregulation, positives Selbstwertgefühl, Aktivieren und Beruhigen durch Atmung, Körperarbeit, Mudras (Handhaltungen) und inneres Visionieren sowie erste Schritte in Leading und Pacing und Problemkonfrontationen.

TEIL ZWEI (Frühling) widmet sich der Heilung der tiefen Kindheitswunden und der Transformation von Abwehrmustern mit Hilfe von «Yoga-Tools». Wir legen die Grundlagen zur Trauma-Arbeit in TEIL VIER, widmen uns «jüngeren Anteilen» und deren Beschützern, indem wir die Ego-States und IFS-Arbeit mit Anteilen mit der Körperarbeit verbinden.

TEIL DREI (Sommer) bezieht Meditation, Hypno-Yoga, Potentialarbeit und die Spiritualität des Yogas in die Psychotherapie mit ein, es geht um den Aufbau «spiritueller Ressourcen» für die Trauma-Arbeit.  

TEIL VIER (Herbst/Winter) nützt alle früheren TEILE der YoPT (die «sattvische» Körper-Ressource, die «Chakra-Ressource», die Transformation der Ego-States, «innere Kind-Arbeit» und die «spirituelle Ressource», um tiefe Trauma-Arbeit zu ermöglichen. Wir arbeiten von der Dissoziation hin zur Integration, dem grossen Thema des Yogas – von der Spaltung des Bewusstseins zur Einheit der Seele.

 

Einführungstag in die YoPT

Workshop zum Kennenlernen & Schnuppern

Die Ausbildung beginnt mit einem Einführungstag, damit Sie entscheiden können, ob die Ausbildung etwas für Sie ist. Der Workshop vermittelt  erste „Yoga-Tools“ für die eigene Praxis und führt in die spiegelneuronale Arbeitsweise ein.

Morgens lernen wir eine erste Yoga-Ressource aufzubauen und in unsere psychotherapeutische Arbeit zu integrieren. Der Nachmittag ist dem Üben in Dyaden gewidmet und gibt einen Überblick über die gesamte Weiterbildung. 

Ich freue mich auf Sie!

Die Module der YoPT®

TEIL EINS - YoPT-Körperarbeit

«Growing up»

Im TEIL EINS werden die Grundlagen der Yoga-Psychotherapie gelegt. In Modul A lernen wir die wichtigsten Atemtechniken, Körperpositionen und Handhaltungen aus dem Yoga kennen und bauen die Yoga-Ressource auf. Schwerpunkt ist die Integration der «yogischen Tools» in die eigene psychotherapeutische Arbeit, das spiegelneuronale Prozessieren und die Verbindung der Yoga-Ressource mit der Polyvagaltheorie von S. Porges. Wir können nur im «sattvischen» Zustand mit Patienten arbeiten (SES von Porges), wozu wir die Techniken des Yogas nutzen.

In Modul B arbeiten wir mit den einzelnen Körperbereichen und der inneren Energie, die wir mit den Entwicklungsbedürfnissen der Patient:innen verbinden. Wir lernen die «Chakra-Ressource» kennen, die Grundlage der Arbeit mit den Ego-States in TEIL ZWEI wird.

TEIL EINS ist dem «Erwachsen-Werden» gewidmet, dies heisst, sich selbst emotional regulieren und aus einem Ressourcenzustand Verantwortung für sich übernehmen zu können.

TEIL ZWEI - YoPT-Heilarbeit

«Cleaning up»

Im TEIL ZWEI nutzen wir die Yoga- und die Chakra-Ressource, um die Schutzstrukturen unserer Patient:innen zu transformieren. Diese sind die Ego-States der Wut/Rebellion, der Angst/Anpassung oder des inneren Kritikers, die es bewusst zu machen und zu transformieren gilt. Schliesslich geht es um die Heilung des «inneren Kindes», wozu wir unsere «Chakra-Ressource des «Grossen Herzens» nutzen.

TEIL ZWEI ist der Turning Point der YoPT – hier lernen die Patient:innen, Verantwortung für den Therapieprozess zu übernehmen und sich um ihre Heilung auch selbst zu bemühen, indem sie ihr «inneres Kind» integrieren und um dessen Bedürfnisse sorgen zu lernen.

Es geht um «Cleaning up», die Schattenarbeit, welche disfunktionale Muster auflöst, die unsere Entwicklung behindern und immer wieder Probleme erzeugen. Dazu öffnen wir die Ressource des «Grossen Herzens», das aus der Chakra-Arbeit erwächst.

 

TEIL DREI - Spiritualität YoPT

«Waking up»

TEIL DREI integriert die Spiritualität des Yogas in die Psychotherapie. Modul A macht uns mit den meditativen Techniken des Yoga’s vertraut («Hypno-Yoga», Körpermeditation, intuitives Arbeiten, vertiefte Visualisierung, Achtsamkeit, Mindfulness, Loving Awareness) als Ressourcen für unsere Patient:innen. Modul B vertieft die Inhalte, die  «transpersonalen Ressourcen», das  Zukunftspotential unserer Patient:innen, tiefe Transformationen, Abschied von Altem und Aufbruch in Neues auf einer anderen Ebene als es durch Gespräch allein möglich ist. Beide Module arbeiten mit den überpersönlichen «Herzqualitäten» der westlichen und östlichen Traditionen und mit Auszügen aus den klassischen Yoga-Texten, sofern sie für die Psychotherapie relevant sind. Ziel ist der Aufbau «spiritueller Ressourcen» und die Öffnung zum  «transpersonalen Feld».

TEIL DREI ist dem  «Waking up» gewidmet, der im Körper verankerten yogischen Spiritualität als Therapie-Tool.

TEIL VIER - Trauma-YoPT

«Integration von Dissoziationen»

TEIL VIER baut auf den vorherigen drei Teilen der YoPT auf, indem die «sattvische Yoga-Ressource» (aus dem Hatha-Yoga), die «Chakra-Ressource» (aus dem Kundalini-Yoga), die Ressource des «Grossen Herzens» («Loving Awareness») und die «spirituelle Ressource» aus dem Hypno-Yoga die Möglichkeit für tiefste Trauma-Arbeit bieten. Die multimodale Ressourcen-Stabilisierung ermöglicht, Entwicklungstraumata und frühkindliche Dissoziationen zu bearbeiten, wie auch später erfolgte Schocktraumata durch unverarbeitete traumatische Erlebnisse.

Dazu setzen wir BMDR ein, ein ganzkörperliches EMDR, das zur Trauma-Auflösung im dualen Bewusstsein den gesamten Körper und das ANS miteinbezieht, um Zustände von Freeze oder Hyperarousal zu vermeiden und eine Retraumatisierung zu verhindern.

TEIL VIER ist die Trauma-Arbeit der YoPT.

Weiterführende Kurse

Selbsterfahrung in Yoga-Psychotherapie

YoPT® selber erfahren - der Aufbau einer eigenen «Sadhana» (Selbstpraxis)

Die YoPT bietet jedes zweite Jahr ein Retreat in Gruppenselbsterfahrung an, das mehrmals besucht werden kann. Dieses Retreat findet an speziellen Orten oft im Ausland statt und ist dem Aufbau einer eigenen YoPT-Praxis mit Yoga, Meditation, eigener Heilarbeit, Potential-Arbeit und Transformation gewidmet. 

Das Retreat findet  an schönen Orten in der Natur statt und verbindet Ruhe, Erholung,  Zeit für sich selbst und Gruppen-Selbsterfahrung in YoPT. Wir bauen uns eine eigene «Sadhana» (Praxis) auf, die uns in den Alltag begleitet. Der Weg des Yoga ist ohne Ende – es ist der Reifungsprozess des Menschen, der mit dem Älterwerden immer differenzierter, reichhaltiger und umfassender wird.

Das Retreat dient auch der Vernetzung mit Kolleg*innen und der Ressourcenaktivierung für sich selbst im psychotherapeutischen Alltag.

Vertiefungstage in Yoga-Psychotherapie

Up dates, Supervision, Intervision und Vernetzung mit den Fachkolleg*innen - auf dem neuesten Stand der YoPT® bleiben!

Die YoPT bietet jedes Jahr drei Vertiefungstage an, welche die Möglichkeit bieten, sein Wissen zu vertiefen oder à jour zu halten, sich mit Kolleginnen zu treffen, um Fragen zu klären, Wissen zu teilen und die Weiterentwicklung der YoPT-Methode zu verfolgen.

Die Vertiefungstage haben einen thematischen Schwerpunkt, der sich an je einem der sechs Module der YoPT orientiert. Wir besprechen Fälle und vertiefen einzelne Themen wie Angststörungen, Depression, Persönlichkeitsstörungen und Trauma-Folgestörungen.

Wenn eine Zertifizierung angestrebt wird, sollten 6 Vertiefungstage besucht werden.

Zweimal jährlich findet in der Mittagspause des Vertiefungstages die Mitgliederversammlung des Fachvereins YoPT statt.