Ausbildung in
Yoga-Psychotherapie

Die Yoga-Psychotherapie Ausbildung ist ein Jahrestraining, das in vier Module (die VIER TEILE der YoPT) strukturiert ist. Die Ausbildung beginnt nach einem Einführungsworkshop im Frühling und endet im Herbst. Alternativ können die einzelnen TEILE der YoPT-Ausbildung im Laufe mehrerer Jahre absolviert werden.

Der Einführungstag gibt einen Einblick in die Yoga-Psychotherapie (YoPT), eine Übersicht über die Methoden und das Jahrestraining.

TEIL EINS umfasst sechs Workshops zu verschiedenen psychotherapeutischen Themen (Depression / Angst / Egostates / «innere Kind» – Arbeit und Trauma) und verbindet diese mit den wichtigsten Techniken aus dem Yoga: mit Atem-Schulung, Mudras (Handhaltungen), Asanas (Körperpositionen) und deren Integration in den Therapieprozess. 

TEIL ZWEI ist der Arbeit mit Persönlichkeits-Mustern, Abwehrstrukturen, alten Wunden und Schatten und der  vertieften Heilarbeit für frühkindliche Traumatisierungen gewidmet. Dazu nutzen wir die yogischen Tools, die Chakra-Lehre (Entwicklungs-Ebenen) und die Polyvagaltheorie von Porges.TEIL DREI baut auf TEIL EINS & ZWEI auf und öffnet den Fokus für das Zukunftspotentials, die noch nicht manifestierten Möglickeiten, die in jedem Menschen schlummern. Dazu beziehen wir die «Herzqualitäten» mit ein, dies sind die westlichen und östlichen «Tugenden», die uns den Weg von der Ego-Zentrierung zu einer «Ego-Transzendenz» weisen. Wir arbeiten mit Intuition, Kreativität und erlernen die Technik des «Hypno-Yogas» und den Einsatz von Yoga-Nidra und der geführten Meditation.

TEIL VIER rundet die Yoga-Psychotherapie Ausbildung ab und integriert alle drei TEILE zu einem Ganzen. TEIL VIER ist das Selbsterfahrungs-Modul zur eigenen Ressourcenaktivierung. Wir erleben YoPT als Weg für eigenes Persönlichkeitswachstum und bauen unsere Praxis («Sadhana») für zuhause auf, indem wir alle früheren TEILE der YoPT integrieren.

Einführung in die Yoga-Psychotherapie

Workshop zum Kennenlernen & Schnuppern

Die Yoga-Psychotherapie Ausbildung beginnt immer mit einem der Einführungs-Workshop, damit Sie entscheiden können, ob die Ausbildung etwas für Sie ist. Der Workshop vermittelt  erste „Yoga-Tools“ für die eigene Praxis und führt in die spiegelneuronale Arbeitsweise ein.

Morgens lernen wir, wie man Asanas, Mudras und Pranayamas als psychotherapeutische Interventionen einsetzt. Der Nachmittag ist dem Üben in Dyaden gewidmet und gibt einen Überblick über die gesamte Weiterbildung.

Ich freue mich auf Sie!

TEIL EINS

«growing up»

Im TEIL EINS werden die Grundlagen der Yoga-Psychotherapie gelegt und ein Set an Atemtechniken, Körperpositionen und Handhaltungen aus dem Yoga vermittelt. Schwerpunkt ist die Integration der «yogischen Tools» in die eigene psychotherapeutische Arbeit

Wir lernen, eine «Yoga-Ressource» aufzubauen, (ein körperlich erfahrbares, stabiles Erwachsenen-Selbst) und sie in verschiedenen Bereichen anzuwenden:

  • Depressions-Therapie
  • Arbeit mit Stress und Angst
  • Ego-States Therapie
  • Innere-Kind-Arbeit
  • Arbeit mit Wut und Ärger
  • Arbeit mit «unfinished Business»
  • Einführung in die Trauma-Arbeit

Dabei lernen wir, die Kunst des Leadings and Pacings zu beherrschen und Meister im Finden von inneren Bildern und heilenden Affirmationen zu werden.

TEIL EINS ist dem «growing up»  unserer Patienten gewidmet: «Erwachsen-Werden» heisst, sich selbst emotional regulieren und aus einem Ressourcenzustand Verantwortung für sich übernehmen zu können.

TEIL ZWEI

«cleaning up»

Im TEIL ZWEI wird das Gelernte aus TEIL EINS vertieft, indem es um den gezielten Einsatz der Yoga-Tools bei der Auflösung von Entwicklungs-Traumen geht, die sich im Körper niedergeschlagen haben. Dazu nutzen wir die Polyvagaltheorie von Porges und arbeiten mit den sog. «Chakren» (die wir als Körper-Zentren definieren). 

Jedes Körper-Zentrum wird einzeln mit den Yoga-Tools bearbeitet und deren inkorporierte Botschaften neuronal, faszial, mental und beziehungsmässig geheilt.

Wut, Zorn, Schmerz, Trauer aus frühesten Schichten lagern sich in Schutzstrukturen ab, wenn sie vom kleinen Kind nicht aufgelöst werden konnten. Diese Strukturen werden bewusst gemacht und ihre körperlichen Korrelate (Versteifungen, Spannungen, Schmerzen) mithilfe der  «Yoga-Tools» bearbeitet.

Ziel ist der Aufbau einer tiefen und bedingungslosen Selbstakzeptanz («Self-Compassion»), die körperlich gefühlt und verankert ist, wodurch die Heilung alter Dissoziationen möglich wird.

TEIL ZWEI ist dem «cleaning up» gewidmet, der Schattenarbeit, dem Auflösen von Schutzstrukturen und der Heilung der Kindheitstraumen.

TEIL DREI

«waking up»

TEIL DREI widmet sich der Potential-Arbeit, der Zukunft mit ihren Möglichkeiten, der Transformation und dem Abschied von Altem. Wir erlernen die Technik des «Hypno-Yogas», der Körpermeditation und des intuitiven Arbeitens und verbindet TEIL EINS und TEIL ZWEI der YoPT mit TEIL DREI zu einem Ganzen.

Wir nützen «Hypno-Yoga» und Intuition, um den Geist in einen Zustand zu bringen, in dem er nicht mehr nur «denkende» Beta-Wellen, sondern auch «meditative» und «intuitive» Alpha-Wellen produziert. Dadurch öffnet sich ein therapeutischer Bereich, in dem neue Erkenntnisse und Prozesse ausgelöst werden können.

Durch die «spiegelneuronale» Arbeit befinden sich Patient*in und Therapeut*in gemeinsam in der «Körper-Meditation», welche Atem, Bewegung, Visualisation und geistigen Fokus miteinschliesst.

Meditation, Achtsamkeit, deep body-awareness und der Einbezug der «Yogischen Tugenden» (yamas & niyamas) führen zu einer neuen Art von Ressource, die den Weg zu einer im Körper verankerten Spiritualität eröffnen.

TEIL DREI ist dem  «waking up» gewidmet, dem Erschliessen eines grösseren Bewusstseinsfeldes, das alle früheren psychotherapeutischen Schritte umfasst und integriert.

TEIL VIER

«lighting up»

TEIL VIER ist die Gruppenselbsterfahrung in YoPT gewidmet und kann auch mehrmals besucht werden, da sie sich jedes Jahr vertieft und je nach den Teilnehmenden verändert.

Das Retreat findet immer an einem speziell schönen Ort statt und verbindet Ruhe, Erholung, Eigenerfahrung und die Integration der drei TEILE der YoPT zu einem Ganzen. 

Der Selbsterfahrungs-Teil ermöglicht im Gruppensetting die Tools der YoPT für sich selbst zu nutzen und eine eigene «Sadhana» (Praxis) aufzubauen, die uns in den Alltag begleiten kann.

Der Weg des Yoga und der Psychotherapie ist ohne Ende, der Reifungsprozess des Menschen wird immer differenzierter, reichhaltiger und umfassender, je länger wir uns auf diesem Weg der Erkenntnis und Entwicklung befinden. Selbsterkenntnis  – das «gnoti se auton» der alten Griechen – ist auch das Ziel des Yoga und gehört ebenso zum Weg der YoPT.

Schliesslich ist TEIL VIER auch der gegenseitigen Vernetzung gewidmet im gemeinsamen Interresse an Yoga und Spiritualität.

Hier lautet das Motto «lighting up» – Erleben von erleuchtenden Momenten der Selbstpraxis in gegenseitigem Unterstützen und Zusammensein. 

Vertiefungstage Yoga-Psychotherapie

Jeder der Ausbildungsteile sollte mit einem Vertiefungstag pro Jahr frisch und lebendig gehalten werden

Die Vertiefungstage, jeweils an einem Sonntag, dienen der Wiederholung, Auffrischung und Supervision eigener Fälle. Jeder Vertiefungstag hat einen Schwerpunkt zu einem der einzelnen TEILE der YoPT, kann aber von allen Teilnehmer*Innen besucht werden als Einführung oder Repetition zum jeweiligen Schwerpunkt.

Wir repetieren in groben Zügen, worum es im jeweiligen TEIL geht, praktizieren die «Yoga-Tools», lernen neue Entwicklungen der YoPT kennen und widmen uns gemeinsam den Supervisionsfragen der Anwesenden.

Für alle, die das Gelernte nicht vergessen und Neuerungen „updaten“ wollen.