TEIL vIER
TEIL VIER | Trauma-YoPT®
Für PatientInnen mit frühkindlichem Trauma, Beziehungs- und Bindungsverletzungen können wir meist keine «innere Kind»-Arbeit mit traditionellen Sinn anbieten wie wir sie für andere PatientInnen in TEIL ZWEI gelernt haben.
Diese PatientInnen konnten kein stabiles Erwachsenes Selbstbewusstsein aufbauen (ESB), da kein «Growing up» stattfinden konnte, sie überlebten dank der Dissoziation der unerträglichen Schmerzen, Gefühle, Erinnerungen und/oder bekamen nie die Unterstützung und Stabilität, die sie gebraucht hätten, um zu reifen und sich zu entfalten.
Deshalb werden wir nach der ersten Beziehungsaufnahme und Psychoedukation, nur kurz mit Stabilisierung und Selbstregulierung von TEIL EINS beginnen, danach «spirituelle Ressourcen» aus TEIL DREI beiziehen, aber sehr bald mit einer spezifischen Trauma-Arbeit weiterfahren.
Dazu erforschen wir gemeinsam die verschiedenen Zustände/Teile/States und «Beziehungsflashbacks» der PatientIn und lehren sie, wie mit ihnen umzugehen («Flashback-Prophylaxe»). Doch Heilung tritt erst ein, wenn diese «Zustände» prozessiert und integriert werden können, wozu wir im «Dualen Bewusstsein» BMDR anhand der Aktivationsleiter einsetzen. Die Patientin muss – um aus der Dissoziation und ins Bewusstsein des Dissoziierten zu gelangen – aus Zuständen von Freeze zu Flight, von Flight zu Fight, von Fight zu SES/Safety/Sattvic-State gelangen. Anhand von Körperaktivation im «Window of Tolerance», in Beziehung und mit Hilfe ovn «Triumph-Handlungen» führen wir sie in einen Zustand, in dem es Schritt um Schritt möglich ist, die dissoziierten Schmerzen zuzulassen, ohne dabei in eine erneute Retraumatisierung zu geraten. Diese Prozessarbeit führt zur Auflösung der Traumastruktur.
Im TEIL VIER der Ausbildung fassen wir alles Frühere zusammen:
die Stabilisierung durch Körper- und Energie-Arbeit (TEIL EINS A & B).
die Stabilisierung durch «spritituelle Ressourcen», das «Grosse Herz», den Sitz der Achtsamkeit (TEIL DREI A & B).
und ersetzen die Arbeit aus TEIL ZWEI mit jener von TEIL VIER: Wir prozessieren die tiefsten Wunden unserer PatientInnen in achtsamer Weise, Schritt um Schritt («titrieren») – aber ganzkörperlich, mit Aktivation und Aktion des Körpers.
- Wenn die Patientin fähig wird, die extremen Gefühle in «Dualem Bewusstseins» wiederzuerleben ohne Retraumatisierung, löst es sich auf. Dann kann sie weinen, trauern, verarbeiten… und heilen.
- Dies ist die Voraussetzung, dass nicht mehr fortdauernd «Flashbacks» auftreten, welche die Kontrolle über das Leben eines Menschen behalten.
Um die «Tiefen-Arbeit» mit unbewussten und dissoziierten Anteilen in Angriff nehmen zu können, müssen wir mit unseren eigenen dissoziierten Schmerzen vertraut sein, diese selbst prozessiert haben und aushalten, wenn unsere PatientInnen unsere «Standfestigkeit» testen. Auch dies darf im Retreat Raum finden – die Selbsterfahrung eigener, schwierigster Gefühle.
Als Techniken des «Dualen Bewusstseins» zur Trauma-Konfrontation nutzen wir die bilaterale Augenstimulation, die bilaterale ganzkörperliche Aktivierung (BMDR – Body Movement Desensitization and Reprocessing), die Körper-Techniken aus TEIL EINS & ZWEI, um «Triumphhandlungen» anhand der Aktivationsleiter anzubieten (von Freeze zu Flight zu Fight zu Sicherheit) und erlernen zusätzlich TRE von David Berceli, um die bewusste und unbewusste Traumazitter-Reaktion auslösen zu können.
Denn erst wenn die Zustände höchster Erregung und/oder tiefster Erstarrung körperlich aufgelöst ist, wird das Trauma auch emotional und kognitiv verarbeitet werden können (zum Beispiel mit NET). Nur dann kann die volle Lebendigkeit, Emotionalität, Sinnlichkeit und friedvolle Entspannung (wieder-)erlebt werden, die durch das oder die Trauma/ta verloren gingen.
Wann: Sonntag, 11. bis Freitag, 16. Okt. 2026.
Ort: Seminarzentrum Schweibenalp, www.schweibenalp.ch
Preis: CHF 1750.- (inklusive Skript. / Exkl. Kost & Logis).
Anmeldung TEIL VIER – Trauma-YoPT®
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